TROTZBÄUME Thun
Diese Idee stammt von @netzwerk und wurde ursprünglich im Projekt «Reallabor Thun» eingereicht. In Absprache mit den Einreichenden wurde das Projekt zur Klima-Idee transferiert. Hier befindet sich die ursprüngliche Eingabe.
Ausgangslage
Die Agglomerationsräume - und insbesondere die städtisch geprägten Siedlungen - werden wärmer und wärmer. Die bisherige Antwort für verkehrsgeprägte Räume heisst - mangels Alternativen, mangels Ideen, aber auch aus Bequemlichkeit - vorrangig Versiegelung. Versiegelte Flächen führen aber zu stark überhitzten Aussenräumen. Wo Flächen versiegelt sind, ist kein Boden, und wo kein Boden ist, ist auch kein Bodenleben, da fehlt der Puffer für Wasserrückhalt, Temperaturausgleich und Filterung. Im Sommer werden die urban geprägten Aussenräume zu gemiedenen und entleerten Orten, weil sie zu heiss sind, kaum Struktur und Abkühlung bieten. Wo Leben sein soll, herrscht zunehmend Flucht, Verlassenheit, Trostlosigkeit.
Projektbeschrieb
Mit dem Aufbrechen versiegelter Flächen und dem Ermöglichen von lokaler Bodenentwicklung schaffen wir Wachstumsbedingungen für robuste, klimaangepasste Bäume. Für Bäume, die sich trotz urban und klimatisch erschwerter Bedingungen entwickeln und uns dafür Schatten, Kühle, Lebensraum und ästhetisch wohltuende Orientierungspunkte spenden, wir schaffen Raum für Trotzbäume und Spontanvegetation. Anhand von neuen Narrativen ermöglichen wir einen Bewusstseinswandel und erhöhen die Bereitschaft der urbanen Bevölkerung, unsere Massnahmen anzunehmen oder aktiv zu unterstützen.
entwickeln neuer Narrative, aufklären der Bevölkerung,
durchführen von Sensibilisierungs- und Erfahrungsaustausch-Spaziergängen, erfassen von Angeboten und Anliegen der Bevölkerung zu Klimamassnahmen,
identifizieren des Potenzials von Ergänzungs- und Neupflanzungen von Bäumen,
analysieren des Ist-Zustandes und des Potenzials von Stadtböden als Wasser- und Temperaturpuffer sowie als Lebensraum,
aufbrechen öffentlicher und privater, versiegelter Flächen, Rondellen, Strassen- und Trottoir-Streifen,
entwickeln alternativer, durchlässiger Beläge, welche die bisherigen und die zukünftigen Ansprüche an Siedlungsflächen erfüllen,
begrünen und - wo möglich - bestocken der Flächen,
pflanzen von Trotzbäumen,
entwickeln neuer Pflegestrategien für Stadtgrün / für kommunale Tiefbauämter.
Im Jahr 2024 werden mindestens 100m2 versiegelte Flächen aufgebrochen und begrünt und mindestens 10 standortheimische Hochstammbäume gepflanzt.
Bis ins Jahr 2030 sollen jährlich weitere 100m2 hinzukommen sowie mit 10 standortgerechten Hochstammbäumen erweitert werden.
ZIEL: bis ins 2050 wird ein neuer Baumbestand im Gemeindegebiet aufgeforstet, sodass diese ab 2050 mindestens 1 Tonne CO2 pro Jahr binden. Umsetzung der Klimastrategie vor der Haustüre, sofort, unaufgeregt und erkennbar.
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